Erhöhte Leberwerte

rechtzeitig abklären lassen

Jede unklare, auch nur geringfügige Erhöhung der Leberwerte, sollte beim Facharzt für Gastroenterologie und Hepatologie weiter abgeklärt werden, um eine mögliche chronische Lebererkrankung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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Kompetente Hilfe bei erhöhten Leberwerten

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Bitte planen Sie zumindest 40 Minuten für die Erstordination ein und bringen alle Vorbefunde mit. Es ist mir wichtig, die zielführende Diagnostik und Ihre optimale Behandlung mit Ihnen gemeinsam ausführlich zu besprechen.

Was sind „Leberwerte“?

Zu den Leberwerten gehören Blutparameter, die Hinweise auf Erkrankungen der Leber geben und anzeigen, ob eine Entzündung der Leberzelle oder eher eine Störung des Gallenflusses im Vordergrund steht.

Je nachdem, ob bevorzugt die alkalische Phosphatase und GGT (Gamma GT) oder die GOT und GPT erhöht sind, wird eine cholestatische Verschlusskonstellation und eine entzündliche (hepatitische) Befundkonstellation unterschieden.

Leberwerte im Blutbefund

  • die alkalische Phosphatase
  • GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase),
  • GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase)
  • GGT (Gamma GT / Gamma-Glutamyl-Transferase)
  • Bilirubin

Ursachen erhöhter Leberwerte

Erhöhte Leberwerte können durch Infektionen, Stoffwechsel- und immunologische Erkrankungen, medikamentös / toxisch sowie durch Steinleiden oder Tumore entstehen.

Infektiöse Ursachen

Infektiöse Ursachen können durch harmlose Begleitinfekte oder durch leberspezifische Erkrankungen wie Hepatitis A, Hepatitis B/D, Hepatitis C, Hepatitis E aber auch durch Cytomegalie (CMV)- Epstein-Barr Virus (EBV) sowie Herpesviren verursacht sein.

Stoffwechselerkrankungen

Zu den Stoffwechselerkrankungen zählen vor allem Übergewicht / metabolisches Syndrom / Diabetes mellitus; seltenere Ursachen sind Speichererkrankungen wie Hämochromatose und Morbus Wilson.

Nicht-alkoholische Fettleber

Die mit Abstand häufigste Ursache erhöhter Leberwerte ist die nicht-alkoholische Fettleber (aktuelle Bezeichnung MASLD – metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease, früher NASH – non alcoholic steatohepatitis).

Immunologische Erkrankungen

Immunologische Erkrankungen sind die autoimmune Hepatitis, primär biliäre Zirrhose und primär sklerosierende Cholangitis sowie Mischformen.

Regelmäßiger Alkoholkonsum

Eine weitere häufige Ursache erhöhter Leberwerte, die durch Ernährung bedingt ist, ist regelmäßiger Alkoholkonsum.

Medikamente

Medikamente können sowohl cholestatische als auch hepatitische Laborbefundkonstellationen verursachen. Gallensteine können durch Einklemmung im Gallengang Verschluss-Konstellationen verursachen, ebenso Tumore der Gallenwege/Gallenblase, der Leber und Bauchspeicheldrüse.

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Wie erfolgt die Abklärung erhöhter Leberwerte?

Grundlage der Diagnostik ist

  • die ausführliche Anamnese,
  • gezielte Laboruntersuchungen und
  • Ultraschall des Oberbauches.

Eine gute Ergänzung des Ultraschalles ist der sogenannte Fibroscan:

  • mittels Ultraschall wird die Dichte des Lebergewebes (also Bindegewebevermehrung/Fibrose) und das Ausmaß der Leberverfettung (Steatose) festgestellt.

Bei Bedarf werden zusätzliche Bildgebungen (CT und/oder MRI) und in seltenen Fällen Leberbiopsie empfohlen.

Mit diesen diagnostischen Maßnahmen kann in den meisten Fällen eine Diagnose gestellt und die entsprechende Behandlung eingeleitet werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu erhöhten Leberwerten

Erhöhte Leberwerte deuten darauf hin, dass die Leber entzündet oder geschädigt ist. Die häufigsten Laborwerte sind GPT (ALT), GOT (AST), Gamma-GT (GGT) und alkalische Phosphatase (AP). Sie geben Hinweise darauf, ob Leberzellen oder die Gallenwege betroffen sind.

Es gibt viele mögliche Ursachen – unter anderem:

  • Fettleber (durch Übergewicht, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen)
  • Virale Hepatitis (z. B. Hepatitis A, B, C und E, CMV und EBV sowie Herpesviren)
  • Medikamente (z. B. Schmerzmittel, Cholesterinsenker, Antibiotika)
  • Alkoholmissbrauch
  • Stoffwechselerkrankungen, autoimmune Erkrankungen der Leber und Gallenwege sowie
  • Speichererkrankungen der Leber (Eisenspeicher- und Kupferspeichererkrankung)

Oft verursachen erhöhte Leberwerte keine Beschwerden. Manche Betroffene berichten über Müdigkeit, Druckgefühl im rechten Oberbauch, Juckreiz oder Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht) bei akuter oder fortgeschrittener Lebererkrankung.

Die Werte werden im Rahmen einer Blutuntersuchung ermittelt. Bei auffälligen Ergebnissen folgen meist weitere Untersuchungen wie Ultraschall, spezielle Lebertests oder Virus- und Stoffwechselanalysen, um die Ursache abzuklären.

Nicht unbedingt. Leichte Erhöhungen sind häufig und können vorübergehend auftreten – zum Beispiel nach Infekten, Medikamenteneinnahme oder Alkoholkonsum. Wichtig ist, die Werte beim Facharzt zu kontrollieren und die Ursache abzuklären.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Oft hilft eine Lebensstiländerung mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und Alkoholverzicht. Bei Entzündungen oder Virusinfektionen kann eine gezielte medikamentöse Therapie erforderlich sein.

Ja. Die Leber ist ein sehr regenerationsfähiges Organ. Wenn die Ursache frühzeitig erkannt und behandelt wird, können sich erhöhte Werte meist vollständig normalisieren.

Empfohlen wird eine leichte, leberfreundliche Kost: viel Gemüse, Vollkornprodukte, wenig Zucker und Fett, kein Alkohol. Besonders günstig sind mediterrane Ernährungsmuster mit Olivenöl, Fisch und frischen Lebensmitteln.

Nach einer Erstauffälligkeit werden die Werte meist nach 4–8 Wochen erneut überprüft. Bei chronischen Lebererkrankungen empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle zumindest alle 3–6 Monate.

Wenn Ihre Leberwerte wiederholt erhöht sind oder Symptome wie Gelbfärbung der Haut, Müdigkeit oder Oberbauchbeschwerden auftreten, sollten Sie umgehend eine Abklärung durch einen Facharzt für Gastroenterologie und Hepatologie vornehmen lassen.

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