Dr. Martin Scharf Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie, 1060 Wien

Gastroskopie / Endoskopie Wien - Dr. Scharf
Gesunde Leber

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Autoimmune Hepatitis

Die autoimmune Hepatitis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Leber unbekannter Ursache. 80 Prozent der Patienten sind weiblich, in der Hälfte der Fälle beginnt die Erkrankung vor dem 30. Lebensjahr.

Symptome der autoimmunen Hepatitis

Die Beschwerden treten manchmal akut auf, können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und eher unspezifisch: Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Bauch- und Kopfschmerzen, Durchfall, Gelbsucht (in ca. 50 Prozent der Fälle). Oft besteht nur eine Erhöhung der Leberwerte ohne Beschwerden.

Diagnose der Autoimmunhepatitis

Zunächst müssen bei Hinweis auf einen entzündlichen Prozess der Leber andere, häufigere Ursachen einer chronischen Hepatitis ausgeschlossen werden.
Bildgebende Verfahren (Ultraschall, CT, MRI) sollen Stein – oder Tumorerkrankungen ausschließen.
Der Nachweis von Autoantikörpern im Blut gegen Bestandteile körpereigener Zellen bestätigt die Diagnose. Eine Gewebsentnahme aus der Leber (Biopsie) ist meist notwendig, um die entzündlichen Veränderungen im Lebergewebe beurteilen zu können.

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Therapeutischer Standard für die Behandlung der Autoimmunhepatitis ist die Therapie mit Kortisonpräparaten und immunsuppressiven Substanzen, wie z.B. Azathioprin. Dabei kann das Kortisonpräparat – meist ist es die Substanz Prednisolon – alleine oder in Kombination mit Azathioprin zum Einsatz kommen.

Prognose der Autoimmunhepatitis

Bei etwa 90 Prozent der behandelten Patienten erfolgt innerhalb von Wochen ein Rückgang der Entzündungszeichen im Blut. Insgesamt erreichen etwa 65 Prozent der Patienten innerhalb von 18 Monaten, 80 Prozent innerhalb von drei Jahren eine so genannte Remission.
Nach Absetzen der Therapie kommt es jedoch in vielen Fällen zu einem erneuten Auftreten der Krankheitszeichen. Bei Erwachsenen betrifft dies, abhängig vom Grad der Entzündungsaktivität, etwa 80 Prozent der Patienten; daher ist häufig eine lebenslange Behandlung erforderlich.

Jede unklare, auch nur geringfügige Erhöhung der Leberwerte, sollte beim Spezialisten weiter abgeklärt werden, um eine mögliche chronische Lebererkrankung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.