Dr. Martin Scharf Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie, 1060 Wien

Gastroskopie / Endoskopie Wien 1060 - Dr. Scharf
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Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa ist eine nicht infektiöse, chronisch-entzündliche Erkrankung des Darms, die durch eine unterschiedlich starke Entzündung der Schleimhaut des Dickdarmes mit Ausbildung von Geschwüren gekennzeichnet ist.

Kompetente Hilfe bei Verdacht auf Colitis ulcerosa

Jeder Verdacht auf Colitis ulcerosa sollte weiter abgeklärt werden, um die Beschwerden rasch zu behandeln und damit mögliche Komplikationen zu verhindern: vereinbaren Sie bald einen Termin in meiner Ordination; bitte planen Sie zumindest 40 Minuten für die Erstordination ein und bringen Sie alle Vorbefunde mit. Es ist mir wichtig, die zielführende Diagnostik und Ihre optimale Behandlung mit Ihnen gemeinsam ausführlich zu planen.

Wer ist von Colitis ulcerosa betroffen ?

Erstmals tritt die Erkrankung zumeist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Frauen und Männer erkranken etwa gleich häufig an Colitis ulcerosa. In Österreich sind Schätzungen zufolge rund 15.000 Menschen von Colitis ulcerosa betroffen.

Wie verläuft die Erkrankung ?

Die Krankheit verläuft meist schubweise und betrifft ausschließlich den Dickdarm. Typisch sind Phasen mit blutigen Durchfällen und krampfartigen Bauchschmerzen bei der Stuhlentleerung, die sich mit Phasen, in denen es nur geringe oder keine Beschwerden gibt, abwechseln.

Welche Beschwerden verursacht Colitis ulcerosa ?

Chronisch - entzndliche Darmerkrankungen,betroffene Regionen Behandlung WienDie typischen Beschwerden einer Colitis ulcerosa sind:
blutige, krampfartige Durchfälle: Bei leichter Krankheitsaktivität kommt es zu vielen kleinvolumigen Entleerungen. In schwereren Fällen können bis zu 30 Stuhlgänge am Tag auftreten, die blutig, schleimig und wässrig sind. Fast immer beginnt die Colitis ulcerosa im untersten Darmabschnitt, dem Rektum, und breitet sich von dort kontinuierlich nach oben aus.
Das Risiko, an Dickdarmkrebs oder Mastdarmkrebs (kolorektales Karzinom) zu erkranken, ist bei Colitis ulcerosa gegenüber der Normalbevölkerung erhöht. Daher werden bei langjährigen Krankheitsverläufen jährliche Darmspiegelungen (Koloskopien) empfohlen.

Wie erfolgt die Diagnose Colitis ulcerosa?

Anamnese: In einem Gespräch informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Beschwerden.
Dieser wird Sie auch gezielt nach den typischen Symptomen fragen.
Labordiagnostik: erhöhte Entzündungswerte, Eisenmangel und Blutarmut können auf eine entzündliche Darmerkrankung hinweisen.
Ultraschall oder CT/MRI-Röntgen: Darmwandverdickungen und Einengungen sind verdächtig
Koloskopie (Darmspiegelung): Es erfolgt eine Darmspiegelung, um die Aktivität und Ausbreitung der Entzündung festzustellen und um Gewebsproben zu entnehmen. Die Koloskopie ist der Goldstandard in der Diagnostik entzündlicher Darmerkrankungen

Welche Medikamente können bei Colitis ulcerosa verabreicht werden?

Kortisonfreie entzündungshemmende Medikamente stellen die Basis-Therapie der Colitis ulcerosa dar. Sie kommen bei den meisten leichten bis mittelschweren Schüben zum Einsatz. Zusätzlich können lokal wirksame Kortikosteroide als Einläufe verabreicht werden. Bei mittelschweren und schweren Schüben werden zudem Kortikosteroide als Tabletten oder intravenös verabreicht.
Bei komplizierten Verläufen werden Immunsuppressiva eingesetzt. Dabei handelt es sich um Präparate, die die körpereigene Abwehr dämpfen.
Eine Therapie mit Antibiotika kann bei hochgradiger Krankheitsaktivität und Komplikationen (toxisches Megakolon) notwendig werden.
Seit einigen Jahren steht auch die entzündungshemmende Behandlung mit Antikörpern gegen den Tumornekrose-Faktor (TNF-Blocker) zur Verfügung.

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Gesunde und ausgewogene Ernährung ist gut bekömmlich, abwechslungsreich und enthält alle wichtigen Nährstoffe, die der Körper braucht. Vor allem bei Colitis ulcerosa stehen die Schonung und der Aufbau des Darmes im Vordergrund, durch gesunde Ernährung können Sie einen wesentlichen Beitrag leisten:

Versuchen Sie auf zu saure, zu scharfe, zu heiße, zu kalte oder zu fettige Lebensmittel zu verzichten. Besonders gut eignet sich eine schonende Zubereitung (gedämpft, gekocht, leicht angebraten) der Gerichte. Verzichten Sie auf größere Mengen frittierter und fettreicher Mahlzeiten sowie fettige Wurst- und Fleischsorten. Diese belasten den Darm zusätzlich. Außerdem bleiben bei leicht angebratenen, gedämpften oder gedünsteten Lebensmittel auch ausreichend Vitamine und Nährstoffe der Nahrung enthalten.

Lieber gekocht als roh! – Versuchen Sie übermäßigen Konsum von Rohkost zu vermeiden, um den Darm zusätzlich zu schonen. Obst kann man auch hervorragend warm zubereiten – diverse Kompotte oder beispielsweise Bratäpfel sind gut verdaulich. Auch Salate mit gekochtem oder gegrilltem Gemüse eignen sich als Alternative zu ständigen Rohkost-Salaten.

Getreide und Erdäpfel eignen sich gut! – Reis, Nudeln, Dinkel oder Grieß werden meist gut vertragen. Aber auch gekochte Erdäpfel, Folienkartoffel oder Knödel sind meist gut verträglich.

Süßes und Schokolade in Maßen! – Keinesfalls muss man gänzlich auf die süßen Leckereien verzichten, jedoch gilt ein ganz klarer Grundsatz: kleine Mengen, dafür genussvoll essen!

Nehmen Sie sich Zeit! – Genießen Sie Ihr Essen langsam und in Ruhe: „Gut gekaut ist halb verdaut!“

Trinken Sie ausreichend! – Mindestens eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit täglich sollte ein gesunder Erwachsener zu sich nehmen. Die Wahl der Getränke ist wichtig! Zucker- oder kohlensäurehaltige Getränke sind nicht empfehlenswert, stille Wasser bzw. stille Mineralwasser und milde Tees sind günstig.

Bewegung ist wichtig! Sport hat nachweislich positive Effekte auf den Körper und den Verlauf der entzündlichen Darmerkrankung. Stress wird abgebaut, was sich wiederum positiv auf den Darm auswirkt. Durch die regelmäßige sportliche Betätigung wird Muskelmasse aufgebaut, diese bietet Schutz in Erkrankungsphasen und kann als Energiespeicher dienen.