Dr. Martin Scharf Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie, 1060 Wien

Gastroskopie / Endoskopie Wien - Dr. Scharf
Sanfte Gastroskopie und Koloskopie

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Reflux (Speiseröhrenentzündung)

Unter „Reflux“ versteht man den Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Dies verursacht Beschwerden wie Sodbrennen (Brennen und Schmerzen hinter dem Brustbein, welche vor allem nach Mahlzeiten und im Liegen auftreten), Schluckstörungen, sauren Geschmack im Rachen- oder Mundraum, Übelkeit und Erbrechen, Heiserkeit und Husten.

Reflux tritt auf, wenn der Schließmuskel der Speiseröhre, der die Speiseröhre gegen Refluxinhalt des Magens abdichtet, undicht wird.
Mögliche Komplikationen sind Stenosen (Einengungen) des Ösophagus und/oder Barrett-Schleimhaut.

Die Ursachen für Refluxösophagitis (saures Aufstoßen, Sodbrennen)

Die häufigsten Ursachen für saures Aufstoßen sind folgende Zustände:
Zwerchfellbruch: Durch eine zu große Zwerchfelllücke (Hiatushernie) drängen Teile des Magens in die Brusthöhle. Durch Verringerung des unteren Verschlussdrucks der Speiseröhre kommt es zu einem erhöhten Reflux.
Übergewicht: bei Übergewicht erhöht sich der Druck in der Bauchhöhle. Dadurch kann der Mageninhalt gelegentlich die Speiseröhre hochgepresst werden.
Nahrungsmittel: süße Speisen, Pfefferminz, Kaffee und Alkohol schwächen die Funktion des Schließmuskels.
Rauchen: Rauchen hemmt die Funktion des Schließmuskels
Liegestellung: falls Sie unter saurem Aufstoßen leiden, verschlimmert sich dieser Zustand auf Grund der Schwerkraft meist im Liegen. Sie können dieses Problem mindern, indem Sie den Kopfteil des Bettes anheben bzw. hochstellen.

Wie wird die Diagnose Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis) gestellt?

Für die sichere Diagnosestellung eignet sich die Gastroskopie (Magenspiegelung) am besten.
Dabei wird das genaue Ausmaß der Entzündung festgestellt und Gewebeproben zum Ausschluss chronisch entzündlicher Veränderungen (Barrett-Schleimhaut) aus der Speiserröhre entnommen.
Manchmal sind zusätzliche Untersuchungen der Speiseröhrenmotilität und des Schließmuskeldruckes (Manometrie) und Säuremessungen im untersten Teil der Speiseröhre sinnvoll (pH-Metrie).
Die Druckmessung der Speiseröhre ist nicht schmerzhaft, dauert 15-20 min und beurteilt die Funktion des unteren Schließmuskels.
Bei der Untersuchung wird eine dünne Drucksonde über die Nase in die Speiseröhre eingeführt. Bei der Druckmessung (Manometrie) wird auch die Transportfunktion der Speiseröhre untersucht, die bei Reflux mit Sodbrennen und saurem Aufstossen beeinträchtigt sein kann.
Die pH-Metrie (Säuremessung) beurteilt den Reflux und ob dieser für die Beschwerden verantwortlich ist.
Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft und dauert 24 Stunden; dabei wird eine dünne Meßsonde durch die Nase in die Speiseröhre eingebracht. Während der Untersuchung geben die Patienten/Innen Beschwerden (Sodbrennen, Magenschmerzen) an. Bei der Auswertung zeigt sich, ob die angegebenen Beschwerden durch Reflux hervorgerufen worden sind.

Was ist ein Barrett-Ösophagus ?

Barrett-Ösophagus ist eine Komplikation der chronischen Refluxerkrankung.
Dabei kommt es zur Verlagerung von spezialisierter Schleimhaut aus dem Magen in die Speiseröhre; in der Gastroskopie als rötliche Schleimhautzunge erkennbar. Die Diagnose einer Barrett-Schleimhaut wird aus Gewebeproben vom Pathologen gestellt: man unterscheidet dabei drei Ausprägungen, die ein unterschiedlich hohes Krebsrisiko beinhalten. Entsprechend der Ausprägung der Barrettschleimhaut werden entweder Kontrollgastroskopie in entsprechenden Intervallen oder Abtragung der Barrettschleimhaut empfohlen.

Therapie der Refluxösophagitis (saures Aufstoßen, Sodbrennen)

Vermeiden Sie fette und große Mahlzeiten, essen Sie in aufrechter Haltung; halten Sie die Abendmahlzeit möglichst klein.
Gewichtsabnahme reduziert saures Aufstoßen. Meiden Sie hohen Kaffee- Alkohol und Nikotinkonsum. Falls Ihre Beschwerden nachts auftreten, sollten Sie ein zusätzliches Kissen benutzen oder das Kopfteil des Bettes hochstellen.
Mit sogenannten Protonenpumpenhemmern können die meisten Entzündungen der Speiseröhre zur Abheilung gebracht werden; in leichten Fällen sind auch andere Medikamente ausreichend (z.B. H2-Blocker).
Als Alternative zur medikamentösen Langzeittherapie steht eine Operation, die sogenannte Fundoplicatio zur Verfügung.
 

Alle unklaren Oberbauchbeschwerden sollten mittels Gastroskopie (Magenspiegelung) abgeklärt werden.
Wir führen in unser Ordination die Magenspiegelung als sanfte Gastroskopie durch: Sie verschlafen Ihre Untersuchung in einem Dämmerschlaf, Atmung und Kreislauf werden während der Untersuchung mit Pulsoximeter und Blutdruckmonitoring überwacht.