Dr. Martin Scharf Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie, 1060 Wien

Gastroskopie / Endoskopie Wien - Dr. Scharf
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Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine nicht infektiöse, chronisch-entzündliche Erkrankung des gesamten Verdauungstraktes, deren genaue Ursache unklar ist.

Morbus Crohn, Darmerkrankung SymptomeGekennzeichnet ist die Erkrankung durch unterschiedlich starke Entzündungen des Darms, wobei nicht nur die Schleimhaut, sondern alle Wandabschnitte des Darms betroffen sein können. Dadurch kann es beim Krankheitsbild von Morbus Crohn zur Bildung von Geschwüren (Ulzerationen), aber auch von Engstellen (Stenosen) bzw. von Verbindungsgängen (Fisteln) mit anderen Organen oder dem umgebenden Gewebe kommen.

Wer ist von Morbus Crohn betroffen?

Erstmals tritt die Erkrankung zumeist bei jungen Menschen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Ein zweiter Erkrankungsgipfel ist nach dem 60. Lebensjahr zu beobachten. Prinzipiell kann Morbus Crohn aber in jedem Lebensalter auftreten. Frauen und Männer sind von Morbus Crohn als chronisch entzündliche Darmerkrankung etwa gleich häufig betroffen.

Wie verläuft die Erkrankung?

Die Krankheit verläuft meist in Schüben und kann den gesamten Magen-Darm-Trakt vom Mund bis zum After betreffen. Typisch ist ein diskontinuierlich, segmentales Befallsmuster: Das heißt, dass gesunde und erkrankte Darmabschnitte einander abwechseln. Am häufigsten tritt die Erkrankung im letzten Abschnitt des Dünndarms (terminales Ileum) sowie im ersten Abschnitt des Dickdarms (Coecum) auf. Die Krankheit kann mit einem akuten Krankheitsschub oder schleichend beginnen.

Welche Beschwerden verursacht Morbus Crohn?

Folgende Symptome sind typisch: krampfartige Bauchschmerzen, vor allem im rechten bis mittleren Unterbauch, breiig-schleimige-blutige Durchfälle, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, allgemeines Krankheitsgefühl – mitunter mit Fieber, oft auch mangelnder Appetit, Übelkeit und Gewichtsabnahme.

Zu welchen Komplikationen kann es bei Morbus Crohn kommen?

Im Fall einer Engstelle im Darm (Stenose) können entweder Schmerzen in der betroffenen Bauchregion auftreten, es kann aber auch zu einem Darmverschluss (Ileus) kommen.
Häufig ist das Auftreten von Fisteln, die sich entweder durch die Haut nach außen oder in andere innere Organe entleeren können. Fistelgänge können aber auch blind im Gewebe enden und bis zur Ausbildung Abszessen führen, die sich üblicherweise durch Fieber und Schmerzen bemerkbar machen.

Wie erfolgt die Diagnose Morbus Crohn?

Koloskopie (Darmspiegelung): die Darmspiegelung erfolgt um die Ausbreitung der Entzündung festzustellen und um Gewebeproben zu entnehmen.
Gastroskopie (Magenspiegelung): die Magenspiegelung erfolgt auch um die Ausbreitung der Entzündung durch Entnahme von Gewebsproben festzustellen.
Dünndarmröntgen: wird in verschiedenen Techniken durchgeführt um die Ausbreitung der Entzündung festzustellen.

Welche Medikamente können bei Morbus Crohn verabreicht werden?

Kortisonfreie, entzündungshemmende Medikamente werden bei den meisten leichten bis mittelschweren Schüben verabreicht.
Bei akuten Beschwerden werden zusätzlich auch lokal und systemisch wirksame Kortikosteroide verabreicht.
Bei komplizierten Krankheitsverläufen werden zur Langzeittherapie Substanzen eingesetzt, die die körpereigene Abwehr reduzieren (Immunsuppressiva).
Seit einigen Jahren stehen auch sogenannte TNF-Antikörper zur Behandlung von Morbus Crohn zur Verfügung.
Im Falle von Fisteln und Abszessen ist neben einer operativen Behandlung oft auch eine Therapie mit Antibiotika notwendig.

Regelmäßige Kontrollen bei Ihrem Gastroenterologen sind sinnvoll, um ein möglichst beschwerdefreies Leben mit dieser chronischen Erkrankung zu ermöglichen und eventuelle Komplikationen rechtzeitig zu erkennen.