Koloskopie Wien Magenspieglung Dr Scharf

Darmspiegelung (Koloskopie) schützt vor Darmkrebs

Einer Langzeituntersuchung über 17 Jahre hat erstmals nachgewiesen, dass eine einmalige flexible Sigmoidoskopie auch über solch einen langen Zeitraum noch das kolorektale Karzinomrisiko senkt. Prof. Dr. Wendy Atkin, Cancer Screening and Prevention Research Group, Imperial College London, und ihre Mitautoren haben die randomisierte multizentrische Studie mit über 170.000 Patienten in The Lancet publiziert [1], Medscape 6.4.2017, Dr. Susanne Heinzl.

Die einmalige Dickdarm-Spiegelung schützte die Probanden bis zu 17 Jahre lang vor einer Erkrankung an Darmkrebs oder vor einem Darmkrebs-bedingten Tod. „Personen, die sich nur einmal einer Sigmoidoskopie unterziehen, haben ein um 35 Prozent niedrigeres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, und ein um 40 Prozent niedrigeres Risiko, an Darmkrebs zu sterben“, so Atkin in einer Pressemitteilung des Cancer Research UK. „Es ist außergewöhnlich: Es ist das erste Mal, dass ein solcher Langzeiteffekt, nämlich über 17 Jahre, nachgewiesen werden konnte.“

Die Wirkungen werden noch deutlicher, wenn man nur den letzten Teil des Darms berücksichtigt, der bei der Sigmoidoskopie inspiziert werden kann: „Wir sehen 56 Prozent weniger Darmkrebsfälle im letzten Abschnitt des Darms. Und das Risiko, an dieser Erkrankung zu sterben, sinkt um zwei Drittel (66 Prozent) durch das Screening“, erläuterte Atkin.

Auch Prof. Dr. Paul Pinsky, National Cancer Institute, Bethesda, Maryland, bezeichnet im begleitenden Editorial die Ergebnisse als hochinteressant [2]. Die Studie liefere benötigte Daten zu einer Optimierung von Screeningprogrammen mit flexibler Sigmoidoskopie. „Diese Ergebnisse könnten auch für das Koloskopie-Screening relevant sein“, so Pinsky weiter. Wenn der über 10 Jahre belegte Schutz durch die Koloskopie für die Inzidenz des proximalen Kolorektalkarzinoms auch über 17 Jahre aufrechterhalten werden könnte, könne eine Änderung des Untersuchungsintervalls für das Koloskopie-Screening überlegt werden, das derzeit 10 Jahre beträgt.

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die effektivste Untersuchung um Vorstufen von Darmkrebs (Polypen) rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Bei allen unklaren Bauchbeschwerden, Blutauflagerungen am Stuhl, Änderungen der Stuhlgewohnheiten, unklarer Gewichtsabnahme und familiärer Belastung sollte eine sanfte Koloskopie durchgeführt werden.
Dr. Martin Scharf, Wien

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Proktologie Rektoskopie 1060 Wien

Gastroskopie (Magenspiegelung): Bedeutung der Routine-Magenbiopsie

Gastroskopie, Magenspiegelung Wien Derzeit erkranken etwa 1300 Menschen pro Jahr an einem Magenkarzinom; die Häufigkeit des Magenkarzinoms ist rückläufig.

Oft werden bei Gastroskopien auch bei unauffälligem Schleimhautbefund routinemäßig Gewebeproben aus mehreren Abschnitten des Magens (Antrum und Corpus ventriculi) entnommen. Die Bedeutung dieser Routinegewebeproben liegt nicht nur im Nachweis einer Infektion mit Helicobacter pylori, sondern auch im Nachweis von histologischen Veränderungen wie z.B. atrophe Gastritis, intestinale Metaplasie und Dysplasie.

Lt. einer schwedischen Studie ist das Risiko, bei Vorliegen einer dieser histologischen Veränderungen in den folgenden Jahrzehnten an einem Magenkarzinom zu erkranken, erhöht.

Patienten mit den oben angeführten histologischen Veränderungen in der Magenschleimhaut sollten, nach meiner Meinung, in individuell angepassten Zeiträumen Kontrollgastroskopien durchführen, um das erhöhte Risiko ein Magenkarzinom zu entwickeln, zu berücksichtigen.

Es gibt zu Zeit in Österreich keine Empfehlungen zur Durchführung einer Vorsorge- Gastroskopie (im Gegensatz zur Vorsorge-Koloskopie), da Magenkrebs (im Gegensatz zu Darmkrebs) eine rückläufige Häufigkeit aufweist.

Aufgrund der massiven Zunahme an Refluxerkrankungen und der steigenden Häufigkeit von Speiseröhrenkrebs und Barrett-Ösophagus, stellt die sanfte Gastroskopie (Magenspiegelung mit Sedierung) eine einfache und sichere Untersuchung zur Frühdiagnose von Tumoren der Speiseröhre und des Magens dar.

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Blut im Stuhl

Ich habe Blut im Stuhl bemerkt – was kann das bedeuten ?

Blut im Stuhl bedeutet, dass irgendwo im Körper, begonnen von HNO-Bereich über Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm und besonders Analbereich eine Blutungsquelle vorliegt.

Je nach Farbe und Lokalisation des Blutes (hellrot-dunkelrot-schwarz, am Stuhl aufgelagert bzw. am Toilettpapier) kann Ihr Arzt Rückschlüsse auf den Ursprungsort der Blutung ziehen.

Was ist die häufigste Ursache für Blut im Stuhl ?

Am häufigsten sind harmlose, aber natürlich beunruhigende Blutungen aus Hämorrhoiden oder Analfissuren. Weitere häufige Blutungsursachen sind Divertikel; jedenfalls sollten Ursachen wie Polypen und Darmkrebs ausgeschlossen werden.

Rasche Hilfe bei „Blut im Stuhl“

Blut im Stuhl sollte kurzfristig weiter abgeklärt werden, um die die Ursache des Symptoms „Blut im Stuhl“ rasch abzuklären und mögliche behandlungsbedürftige Erkrankungen zu erkennen: vereinbaren Sie bald einen Termin in meiner Ordination; bitte planen Sie zumindest 40 Minuten für die Erstordination ein und bringen Sie alle Vorbefunde mit. Es ist mir wichtig, die zielführende Diagnostik und Ihre optimale Behandlung mit Ihnen gemeinsam ausführlich zu besprechen.

Welche Untersuchungen sollten durchgeführt werden ?

Je nach Anamnese,  klinischem Untersuchungsbefund und Laborbefunden sollte eine Koloskopie (Darmspiegelung) oder Sigmoidoskopie (Enddarmspiegelung) und evtl. auch Gastroskopie (Magenspiegelung) durchgeführt werden. Bildgebungen des Dünndarmes (MR-Enterographie oder Kapselenteroskopie) um eine im Dünndarm gelegene Blutungsquelle auszuschließen, sind nur selten erforderlich.

Jedes Auftreten von Blut im Stuhl ist jedenfalls ein sogenanntes Alarmsymptom und sollte unbedingt von Ihrem Facharzt für Gastroenterologie  weiter abgeklärt werden.

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