Magendarm Reflux Wien

Therapie des Reizdarm-Syndrom: Bis zu 70% Symptombesserung mit Diät-Umstellung – doch es geht noch besser!

Dr. Klaus Fleck, Medscape 9/2021

Die Therapie funktioneller Magen-Darm-Beschwerden stellt Ärzte und Patienten vor besondere Herausforderungen. Ein wesentlicher Baustein ist dabei die individualisierte Ernährungsberatung. Eine Möglichkeit dabei: die Reduktion schwer absorbierbarer Kohlenhydrate. Idealerweise ist die Ernährung aber Teil eines multidisziplinären Therapiekonzepts.

Letztendlich eine Ausschlussdiagnose

„Oft haben wir ein buntes Bild, wenn Patienten in der haus- oder fachärztlichen Praxis über Magen-Darm-Beschwerden klagen, etwa mit Dysphagie, Dyspepsie, Obstipation, Motilitätsstörungen oder einer Reizdarm-Symptomatik.“

Kriterien für das Reizdarm-Syndrom (RDS) sind wiederkehrende Bauchschmerzen (durchschnittlich an mindestens 1 Tag pro Woche in den letzten 3 Monaten), die mit der Stuhlentleerung bzw. Änderungen von Stuhlfrequenz oder Stuhlkonsistenz assoziiert sind.

In beiden Verdachtsfällen – Reizdarm oder funktionelle Gastropathie – ist es wichtig, auf Alarmsymptome zu achten.

Chronizität ist ebenso der wesentliche diagnostische Punkt bei der Einordnung einer funktionellen Dyspepsie in ein postprandiales Distress-Syndrom (u.a. mit Völlegefühl, Übelkeit und Brechreiz) oder epigastrische Schmerzen (u.a. mit Bauchkrämpfen).

In beiden Verdachtsfällen – Reizdarm oder funktionelle Gastropathie – ist es wichtig, auf Alarmsymptome wie Gewichtsverlust, in der Nacht auftretende Schmerzen oder andere somatische Befunde zu achten und diese gegebenenfalls abzuklären. Letztlich sind die Diagnosen Reizdarm oder funktionelle Gastropathie dann Ausschlussdiagnosen.“

Mit Low-FODMAP behandelt man das Reizdarm-Syndrom zwar nicht ursächlich, kann aber wirksam dessen Symptome reduzieren.

Verantwortlich gemacht für das Reizdarmsyndrom werden Störungen der intestinalen Barriere, der Motilität, der Sekretion oder der viszeralen Sensibilität bzw. ein Mischbild davon. Je nach der Zusammensetzung der Nahrung werden diese Funktionen dann unterschiedlich gestört.

Eliminations-Diät hilft, die Symptome zu reduzieren

Symptomatisch verbessern lassen sich Reizdarm-Beschwerden durch eine Veränderung der Ernährung. Hier spielt die Reduzierung kurzkettiger Kohlenhydrate wie Laktose, Fruktose oder Fruktane eine relevante Rolle; denn sie sind schwer absorbierbar, im Darmlumen osmotisch wirksam, und sie fördern die Gasbildung, weshalb sie bei Reizdarm-Patienten Symptome wie Diarrhö, Meteorismus und Schmerzen im Darmtrakt verursachen können.

Wir verstehen das Reizdarm-Syndrom damit mehr und mehr als ein Krankheitsbild, bei dem sowohl ernährungsbedingte (interne) als auch psychosoziale (externe) Stressoren eine Rolle spielen.

Therapeutisch günstige Effekte lassen sich hier durch die sogenannte Low-FODMAP-Diät erreichen (das Kürzel steht für fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole): Dabei eliminieren die Patienten an diesen Bestandteilen reiche Nahrungsmittel wie bestimmte Obst-, Gemüse- und Getreidesorten, laktosehaltige Milch und verarbeitete Fleisch-, Wurst- oder Fischwaren mehrere Wochen lang zunächst ganz, um sie danach vorsichtig testweise wieder einzuführen und dabei herauszufinden, was vertragen wird und was nicht.

Vorsicht vor Malnutrition

Mit Low-FODMAP behandelt man das Reizdarm-Syndrom zwar nicht ursächlich, kann aber wirksam dessen Symptome reduzieren. Wird die Diät eingehalten, sei Studien zufolge bei bis zu 70% der Patienten eine Verbesserung von abdominellen Schmerzen, Blähungen, Flatulenz und Diarrhö zu erwarten.

Sehr wichtig hierbei ist jedoch die speziell auf den einzelnen Patienten bezogene Ernährungsberatung, um das Ausmaß der FODMAP-Reduktion individuell auszutesten und das Ziel einer ausgewogenen Ernährung nicht aus dem Auge zu verlieren.

Den Vergleich zu Low-FODMAP braucht allerdings auch die klassische gastroenterologische Schonkost nicht zu scheuen: So zeigte eine schwedische Multicenter-Studie, dass die therapeutischen Effekte einer traditionellen Diät mit regelmäßigem Essen und der Reduktion u.a. von Fett, unlöslichen Ballaststoffen, Bohnen, Zwiebeln und Kaffee im Vergleich zu Low-FODMAP ähnlich positiv waren.

Ernährungsbedingte und psychosoziale Stressoren

Nicht selten beim Reizdarm-Syndrom sind psychosomatische Komorbiditäten: So zeigte eine auf Krankenkassen-Daten basierende Beobachtungsstudie zu Häufigkeit, Komorbiditäten, Versorgung und Kosten des Reizdarmsyndroms folgende Begleitdiagnosen:

Bei 42% der Reizdarm-Patienten wurden ebenfalls affektive Störungen diagnostiziert,                         bei 58% somatoforme Störungen,                                                                                                                        bei 20% andere Angststörungen

Multidisziplinäre Betreuung scheint überlegen

Um eine möglichst gute Symptom-Verbesserung bei Reizdarm-Patienten zu erzielen, scheint die multidisziplinäre Betreuung einer Standardbetreuung nur durch Gastroenterologen überlegen zu sein.

Die multidisziplinäre Variante umfasste dabei neben einer gastroenterologischen fachärztlichen Betreuung eine spezifische Ernährungsberatung sowie u.a. Hypnose, psychiatrische fachärztliche Betreuung und Physiotherapie mit Biofeedback.

Outcome nach 9 Monaten Beobachtungszeit: Die Symptomverbesserung lag in der multidisziplinären Variante um mehr als 50% höher als in der monodisziplinären Vergleichsgruppe. Ihre Vorteile zeigten sich darüber hinaus im Hinblick auf die psychosoziale Situation, die Lebensqualität und sogar die Behandlungskosten.

 

Zur Bestätigung der Diagnose Reizdarm- oder Reizmagensyndrom sollten jedenfalls die erforderlichen Untersuchungen (Koloskopie bzw. Gastroskopie, Ultraschall, Laboruntersuchungen) durchgeführt werden, um eine mögliche zugrundeliegende organische Ursache auszuschließen

Dr. Martin Scharf

 

 

 

 

 

Magendarm Reflux Wien

Interview mit Dr. Scharf zum Theme Reflux im Standard

Volkskrankheit Reflux: Was gegen Sodbrennen hilft

MARIA KAPELLER  11. September 2017, 07:15

Gegen Sodbrennen helfen Hausmittel, Medikamente und in schweren Fällen eine Operation – oder die Änderung des Lebensstils

Familienfeiern, Ripperlessen, Firmenausflug: So schön Essen in Gesellschaft sein kann, so sehr kann es auch auf den Magen schlagen. Etwa dann, wenn zu viel Magensäure in die Speiseröhre hinauffließt. Stichwort: Reflux. Ein häufiges Symptom davon ist Sodbrennen.

Fast jeder hat das starke Brennen in der Brust gekoppelt mit saurem Aufstoßen schon erlebt. „Aber nicht alle haben das klassische Sodbrennen. Die Reflux-Symptome können vielschichtig sein, auch Heiserkeit oder Husten zählen dazu“, erklärt Klaus Emmanuel, Vorstand der Abteilung für Thoraxchirurgie an der Universitätsklinik Salzburg.

Ungefähr ein Drittel der Bevölkerung leidet einmal im Monat an einem oder mehreren der genannten Symptome. „Rund zehn Prozent davon sind manifest erkrankt und es bedarf einer weiteren Abklärung“, sagt Emmanuel. Als Richtlinie gelte: Tauchen die Beschwerden mehrmals pro Woche auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen abzuklären.

Überfordertes System

Auf den ersten Blick können zum Beispiel ein Zwerchfellbruch oder eine Muskelschwäche des Speiseröhrenschließmuskels mitverantwortlich sein. Dahinter steckt aber mehr: „Sodbrennen ist eine Zivilisationserkrankung, an der jeder zweite oder dritte Mensch leidet“, weiß Martin Scharf vom Refluxzentrum Wien. „Das ist kein Zufall. Schuld daran sind vor allem unser westlicher Lebensstil, unsere Ernährung und das daraus resultierende Übergewicht.“

Durch unsere sitzende Lebensweise und unser Essverhalten würden wir unser System laufend überfordern. Dadurch steige der Druck im Magen unphysiologisch in Richtung Speiseröhre an. Die Folgen: Der Speiseröhrenschließmuskel leiert aus, die Speiseröhre wird im Laufe des Lebens in den Brustraum hinaufverschoben. Dadurch fehlt der Zwerchfellmuskel als wesentliche Unterstützung des Schließmuskels.

Diese Spirale setzt sich immer weiter fort. Zusätzlich können Störungen in den Bewegungsabläufen Entzündungen in der Speiseröhre begünstigen. „Meist kommen mehrere Faktoren wie spätes Essen, Übergewicht und ein erhöhter Druck zusammen – und das System gerät ins Kippen“, erklärt Scharf.

Rasche Abhilfe dank Hausmitteln

Was tun, wenn der brennende Schmerz einsetzt, was häufig in der Nacht der Fall ist? Nach einem üppigen Essen können Emmanuel zufolge Hausmittel wie Kartoffelsaft oder das Kauen einer Kartoffelscheibe die Beschwerden zumindest kurzfristig lindern. „Alles, was basisch ist, kann helfen. Vor allem dann, wenn die Symptome nicht häufig, sondern nur selten nach einem üppigen Essen auftreten.“ Die Wiener Diätologin Martina Backhausen kennt weitere Tipps: „Kohlensäurearmes Mineralwasser und Kräutertee spülen die Säure zurück in den Magen“, erklärt sie. Auch in Wasser aufgelöste Heilerde beruhige den Magen und lindere das lästige Brennen.

Wer vorsorgen möchte, löst ein Stück zerkleinerte Süßholz-Wurzel in kochendem Wasser auf und trinkt eine Tasse davon zu jeder Mahlzeit. Sie hat eine krampflösende und entzündungshemmende Wirkung. „Vielversprechend ist es auch, den Schließmuskel der Speiseröhre mit der Proteinmethode zu stärken“, erklärt die Diätologin. Dabei enthält jede fünfte bis sechste Mahlzeit eine genau ausbilanzierte Menge an Eiweiß mit Empfehlungen für bestimmte Lebensmittel wie Nüsse, Fleisch oder Milchprodukte.

Medikamentöse Therapie

Langfristig Abhilfe verschafft eine medikamentöse Therapie in Form von Protonenpumpenhemmern, sogenannten Säureblockern. Sie sorgen dafür, dass der Magensaft nicht mehr sauer ist und man ihn nicht mehr spürt. „Die Einnahme von solchen Medikamenten ändert aber nichts am zugrunde liegenden Problem“, warnt Scharf. Setzt man die Medikamente ab, beginnt die Mühsal erneut.

Außerdem kann es zu Nebenwirkungen kommen, wenn die Magensäure langfristig blockiert wird. „Die Darmflora verändert sich nachhaltig, im Darm siedeln sich fremde Bakterien an, die das Gleichgewicht beeinflussen und weitere Folgen haben können“, erklärt Scharf.

In vielen Fällen ist eine medikamentöse Therapie trotzdem wirkungsvoll. „Werden die Medikamente zum Beispiel über einen festgesetzten Zeitraum von mehreren Monaten eingenommen, kann sich das System beruhigen, und die Entzündung gehen zurück“, weiß Emmanuel. Oftmals treten die Beschwerden danach gar nicht mehr oder nur mehr selten auf.

Empfehlung: Ernährungsumstellung

Wem eine langfristige oder sogar lebenslange Behandlung mit Medikamenten widerstrebt, der kann mit Geduld und Durchhaltevermögen gegen Sodbrennen vorgehen. Das Zauberwort lautet: Ernährungsumstellung. „Das ist sicher eine der nebenwirkungsärmsten und erfolgsträchtigsten Maßnahmen“, sagt Scharf.

Die Änderung der Ernährungsgewohnheiten bedarf einer individuellen Beratung. „Generell sollten aber Lebensmittel, für die der Magen besonders viel Säure aufwenden muss, reduziert werden“, empfiehlt Diätologin Backhausen. Dazu gehören fettreiche Speisen und schwer verdauliche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Zwiebeln oder hart gekochte Eier. Vermieden werden sollte auch Essen, das den Magen reizt und dadurch die Säureproduktion anregt – zum Beispiel Bohnenkaffee, Süßigkeiten, stark gewürzte sowie zu heiße und zu kalte Speisen. „Bei Sodbrennen hilft es außerdem, mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen.“

Auch frühes Abendessen, Bewegung nach den Mahlzeiten, der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, Stressabbau sowie Gewichtsreduktion haben eine vorbeugende Wirkung, so Emmanuel. Er fügt hinzu: „Die Frage ist aber, wie hoch die Lebensqualität noch ist, wenn man all diese Genussformen weglässt.“ Das müsse jeder individuell herausfinden.

Operativer Eingriff

Letzter Ausweg bei starkem Sodbrennen infolge von Reflux ist eine Operation. Im frühen Stadium erfolgt diese mittels eines endoskopischen Verfahrens. Dabei wird die Verbindung zwischen Speiseröhre und Magen von innen verengt.

Die gängigere Variante betrifft das fortgeschrittene Stadium: Bei der minimalinvasiven Fundoplikation wird der Mechanismus zwischen Speiseröhre und Magen wiederhergestellt. Rund 90 Prozent der Patienten benötigen danach keine Medikamente mehr. „Die Lebensqualität aller Patienten verbessert sich enorm“, sagt Emmanuel.

Seltene Folge: Speiseröhrenkrebs

Eine Operation könne darüber hinaus auch vor einem Tumor, dem sogenannten Barrett-Karzinom, bewahren, so der Chirurg. Denn unbehandelt kann Sodbrennen in seltenen Fällen und über Jahrzehnte hinweg zu Speiseröhrenkrebs führen. Wenn immer wieder saurer Magensaft in die Speiseröhre fließt, kommt es zu einem chronischen Entzündungsreiz. Die Magenschleimhaut passt sich an und wächst zungenförmig in die Speiseröhre hinauf.

Die Diagnose wird mittels Magenspiegelung und Gewebeproben gestellt. Scharf warnt jedoch zur Vorsicht: Der Verdacht auf Barretts-Schleimhaut sei nicht automatisch mit einer Krebserkrankung gleichzusetzen. „Das Risiko, dass sich daraus Krebs entwickelt, ist bei der häufigsten Form der Barrett-Schleimhaut sehr gering.“ Wichtig sei es aber, Barrett-Schleimhaut mittels Gastroskopie festzustellen und die Patienten einem angepassten Überwachungs- oder Behandlungsprogramm zuzuführen.

als gesehen im Standard, 11. Sept. 2017

Koloskopie Wien Magenspieglung Dr Scharf

Darmspiegelung (Koloskopie) schützt vor Darmkrebs

Einer Langzeituntersuchung über 17 Jahre hat erstmals nachgewiesen, dass eine einmalige flexible Sigmoidoskopie auch über solch einen langen Zeitraum noch das kolorektale Karzinomrisiko senkt. Prof. Dr. Wendy Atkin, Cancer Screening and Prevention Research Group, Imperial College London, und ihre Mitautoren haben die randomisierte multizentrische Studie mit über 170.000 Patienten in The Lancet publiziert [1], Medscape 6.4.2017, Dr. Susanne Heinzl.

Die einmalige Dickdarm-Spiegelung schützte die Probanden bis zu 17 Jahre lang vor einer Erkrankung an Darmkrebs oder vor einem Darmkrebs-bedingten Tod. „Personen, die sich nur einmal einer Sigmoidoskopie unterziehen, haben ein um 35 Prozent niedrigeres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, und ein um 40 Prozent niedrigeres Risiko, an Darmkrebs zu sterben“, so Atkin in einer Pressemitteilung des Cancer Research UK. „Es ist außergewöhnlich: Es ist das erste Mal, dass ein solcher Langzeiteffekt, nämlich über 17 Jahre, nachgewiesen werden konnte.“

Die Wirkungen werden noch deutlicher, wenn man nur den letzten Teil des Darms berücksichtigt, der bei der Sigmoidoskopie inspiziert werden kann: „Wir sehen 56 Prozent weniger Darmkrebsfälle im letzten Abschnitt des Darms. Und das Risiko, an dieser Erkrankung zu sterben, sinkt um zwei Drittel (66 Prozent) durch das Screening“, erläuterte Atkin.

Auch Prof. Dr. Paul Pinsky, National Cancer Institute, Bethesda, Maryland, bezeichnet im begleitenden Editorial die Ergebnisse als hochinteressant [2]. Die Studie liefere benötigte Daten zu einer Optimierung von Screeningprogrammen mit flexibler Sigmoidoskopie. „Diese Ergebnisse könnten auch für das Koloskopie-Screening relevant sein“, so Pinsky weiter. Wenn der über 10 Jahre belegte Schutz durch die Koloskopie für die Inzidenz des proximalen Kolorektalkarzinoms auch über 17 Jahre aufrechterhalten werden könnte, könne eine Änderung des Untersuchungsintervalls für das Koloskopie-Screening überlegt werden, das derzeit 10 Jahre beträgt.

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die effektivste Untersuchung um Vorstufen von Darmkrebs (Polypen) rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Bei allen unklaren Bauchbeschwerden, Blutauflagerungen am Stuhl, Änderungen der Stuhlgewohnheiten, unklarer Gewichtsabnahme und familiärer Belastung sollte eine sanfte Koloskopie durchgeführt werden.
Dr. Martin Scharf, Wien

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Kolorektalkarzinom (Darmkrebs): US-Studie sieht starken Anstieg bei jungen Erwachsenen

Kolorektalkarzinom (Darmkrebs): US-Studie sieht starken Anstieg bei jungen Erwachsenen – wo liegen die Gründe? Dr. Veronica Hackethal, Medscape, 12.3.2017

Aus einer Studie der American Cancer Society geht hervor, dass die Inzidenz des Kolorektalkarzinoms bei jüngeren Erwachsenen (unter 55 Jahre) stark zugenommen hat. Etwa 30% der Diagnosen Kolorektalkarzinom betreffen inzwischen diese Altersgruppe und haben damit wieder eine Häufigkeit erreicht, wie sie etwa für um 1890 geborene Personen galt, erklärten die Autoren. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht [1].

„Wer in den 1990er Jahren geboren wurde, hat ein doppelt so hohes Risiko für ein Kolonkarzinom und ein 4-fach höheres Risiko für ein Rektumkarzinom als Personen, die um das Jahr 1950 herum geboren wurden“, sagt die Erstautorin Dr. Rebecca Siegel von der American Cancer Society in Atlanta, Georgia, gegenüber Medscape.

Trendwende Mitte der 80er Jahre

In der Studie nahmen die Untersucher Trends in der Kolorektalkarzinom-Inzidenz zwischen 1974 und 2013 unter die Lupe.

Die Ergebnisse zeigten, dass es in den späten 1970er und in den frühen 1980er Jahren zu einer abnehmenden Inzidenz für Kolorektalkarzinome bei Personen unter 50 und für Personen über 50 zu einem Anstieg kam. Nach Mitte der 1980er Jahre kehrte sich dieser Trend um. Von da an bis 2013 sank zwar die Inzidenz für Kolorektalkarzinome bei Personen über 55, doch stieg sie um jährlich 2,4% bei Personen zwischen 20 und 29 Jahren und um 1,0% bei den 30- bis 39-Jährigen. Ab Mitte der 1990er-Jahre stieg die Inzidenz in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen um 1,3% und für das Alter zwischen 50 und 54 um 0,5%.

Beim Rektumkarzinom wurde ein längerer und steilerer Zuwachs verzeichnet als für das Kolonkarzinom. Zwischen 1974 und 2013 stieg die Inzidenz pro Jahr in der Altersgruppe zwischen 20 und 29 Jahren um 3,2%. Seit 1980 nahm die Inzidenz im Alter zwischen 30 und 39 ebenfalls um 3,2% zu. Ab den Neunzigern betrug die Steigerungsrate für das Alter von 40 bis 54 Jahre jährlich 2,3%.

Bei Personen ab 55 ist seit Mitte der 1980er Jahre eine allgemein abnehmende Inzidenz der Kolonkarzinome zu verzeichnen. Die Zahlen für das Rektumkarzinom gehen in dieser Altersgruppe seit mindestens 40 Jahren zurück.

Um das Jahr 1990 herum war die Inzidenz der Kolorektalkarzinome (Darmkrebs) in der Altersgruppe zwischen 50 und 54 Jahren etwa halb so hoch wie in der Altersgruppe von 55 bis 59 Jahre. Im Jahr 2012 und 2013 war diese Kluft viel schmaler geworden und die Kolonkarzinomrate lag in der Gruppe der 50- bis 54-Jährigen nur noch 12,4% niedriger. Die Werte für das Rektumkarzinom waren in etwa gleich.

Screening ab 50 gefordert

Siegel folgert aus den Ergebnissen, dass das Screening bei normalem Risiko im Alter von 50 beginnen sollte und bei einer familiären Belastung, d.h. bei einer positiven Familienanamnese für ein Kolorektalkarzinom oder Adenome unter Verwandten ersten Grades, bereits ab 40. Eine Änderung des Lebensstils im Hinblick auf Ernährung und körperliche Bewegung sei zwar wichtig, würde jedoch nur langfristig zu Ergebnissen führen. Da das Screening bislang für Personen unter 50 mit normalem Risiko nicht empfohlen wurde, haben manche Ärzte ein Kolorektalkarzinom in dieser Altersgruppe sozusagen nicht auf dem Schirm.

„Kurzfristig benötigen wir Aufklärungskampagnen, um die Allgemeinheit für mögliche Erstanzeichen eines Kolorektalkarzinoms zu sensibilisieren und über den weiteren Verlauf bei Erhärtung des Verdachts zu informieren. Dadurch kann die Diagnose zu einem früheren Zeitpunkt möglich werden, wenn die Behandlung noch effektiver ist“, so Siegel.

Über den Anstieg der Inzidenz bei diesen Tumoren hat Medscape bereits berichtet. Nach einer Untersuchung sind etwa 15% der Patienten mit einem Kolorektalkarzinom unter 50 Jahre alt. Eine andere gab eine Zahl von 14.000 Fällen pro Jahr bei Personen unter 50 an, was mehr ist als die Fallzahlen für die akute lymphatische Leukämie, das Hodgkin-Lymphom oder sogar das Zervixkarzinom.

Oft verzögerte Diagnose bei Jüngeren

Ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Zunahme der Kolorektalkarzinome bei relativ jungen Patienten ist die Gefahr von Fernmetastasen: Nach Siegel ist das Risiko für Fernmetastasen bei jüngeren Karzinompatienten um 60% höher als bei älteren.

„Jüngere Menschen beachten die Symptomatik weniger und so kommt es zu einer verzögerten Diagnostik. Und die Hausärzte denken bei jüngeren Menschen seltener an die Möglichkeit einer solchen Diagnose.“ In den USA seien zudem jüngere Patienten häufiger nicht versichert, was mit einer verspäteten Diagnostik in Verbindung steht. „Wenn die Menschen versichert sind, werden sie auch versorgt. Sie kommen auch mit größerer Wahrscheinlichkeit in den Genuss von Präventionsmaßnahmen, was von enormer Bedeutung für die Früherkennung von Karzinomen ist.“

Zusammenhang mit Adipositas und sitzender Lebensweise

Zwar hat die jüngste Studie nicht direkt nach den Ursachen der Risikosteigerung gefahndet, doch Siegel hat dafür eine Hypothese: „Wir halten einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg, den wir jetzt beobachten, und der Adipositasepidemie für wahrscheinlich.“

Doch stellt sich das gesamte Bild etwas komplizierter dar, da sich die Häufigkeit der Kolorektalkarzinome parallel zur Adipositasepidemie entwickelt hat. Wäre nur die Adipositas dafür verantwortlich, würde man eine Zunahme der Karzinome mit einer Verzögerung von etwa 10 oder 20 Jahren erwarten, jedoch nicht gleichzeitig. Am ehesten würden andere Faktoren, die mit Übergewicht verbunden sind, wie etwa sitzende Lebensführung und schlechte Ernährung, unabhängig voneinander das Karzinomrisiko erhöhen, erklärt Siegel.

Die sanfte Koloskopie ist die wirkungsvollste Untersuchung um Darmpolypen oder Darmkrebs frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Frauen ohne Beschwerden oder familiäre Belastung sollten ab 50, Männer schon ab 45 eine Vorsorgekoloskopie durchführen; bei unklaren Bauchbeschwerden, Blut beim Stuhl, Gewichtsabnahme, Änderung der Stuhlgewohnheiten sollte jederzeit eine Darmspiegelung erfolgen.

Dr. Martin Scharf

alcohol krebs wien

Alkohol und Krebs – die unterschätzte Gefahr

Alkohol und Krebs – die unterschätzte Gefahr: Für sieben Tumorlokalisationen gibt es einen direkten Zusammenhang (Stephanie Lavaud, 11.8.2016 Medscape)

Die Ärztin und Epidemiologin Prof. Dr. Jennie Connor von der Abteilung für Sozial- und Präventionsmedizin, Universität Otago, Neuseeland, gibt in der Zeitschrift Addiction – unter der Rubrik „In der Debatte“ – ein eindeutiges Statement ab: „Ja“, bestätigt sie, „wir haben inzwischen genug Beweise, um sagen zu können, dass Alkohol die direkte Ursache für das Auftreten von sieben verschiedenen Krebsarten ist: für das Oropharynx- und Larynxkarzinom, Oesophagus-, Leber-, Kolon- und Rektumkrebs sowie das Mammakarzinom.“ [1]

Sie bemängelt allerdings, dass die Öffentlichkeit darüber unzureichend und verwirrend informiert sei und fordert – vor allem von den Ärzten – eindeutigere Aufklärung. In vielen Publikationen, so kritisiert sie, werde der kausale Zusammenhang heruntergespielt oder es werde mit unklaren Formulierungen und Vergleichen eher noch mehr Verwirrung gestiftet. Es erfolge keine objektive Abwägung von Nutzen und Risiko des Alkoholkonsums – und zum Teil werde dieses schiefe Bild auch von der Alkoholindustrie gestützt.

Wir haben inzwischen genug Beweise, um sagen zu können, dass Alkohol die direkte Ursache für das Auftreten von sieben verschiedenen Krebsarten ist (Prof. Dr. Jennie Connor).

2 aktuelle Studienpublikationen, in denen es darum geht, den mit dem Alkoholkonsum verbundenen Risiken vorzubeugen – eine in Englisch, eine in Französisch – unterstützen die Position von Connor.

Krebs und Alkohol – die Beweise mehren sich

Fast täglich liefern neue Studien Daten, die die epidemiologische Evidenz erhärten. Inzwischen seien die Daten ausreichend, um eindeutig zu bestätigen, dass Alkoholkonsum eine direkte Ursache von 7 Krebslokalisationen darstelle, stellt Connor fest: des Mund- und Rachenraums, des Kehlkopfes, der Speiseröhre, der Leber, des Kolons und Rektums sowie der weiblichen Brust. Dies sei das Fazit von jahrzehntelanger Forschung – und werde auch durch aktuelle Analysen und Metaanalysen bestätigt. Die Assoziation Alkohol-Krebs sei dabei dosisabhängig – linear oder exponentiell – und auch bei geringem und moderatem Alkoholkonsum nachweisbar.

Nach Angaben der Wissenschaftlerin ist es von der Lokalisation abhängig, wie ausgeprägt der Zusammenhang tatsächlich ist: stark für den oberen Gastrointestinaltrakt (relative Risikoerhöhung um das 4 bis 7-Fache bei einem Konsum von 50 g Alkohol pro Tag im Vergleich zu einem Nicht-Trinker), weniger ausgeprägt für das Kolon, das Rektum, die Leber und die weibliche Brust (relatives Risiko ca. 1,5 bei 50 g Alkohol pro Tag oder mehr).

Das mit dem Alkoholkonsum assoziierte Risiko ist im Übrigen reversibel, wenn man mit dem Trinken aufhört. Aus gepoolten Analysen lasse sich auch schließen, dass das Risiko für Oesophaguskarzinome und Karzinome des Kopfes und Halses über die Jahre des Konsums zunehme, danach aber wieder abnehme und nach rund 20 Jahren Abstinenz wieder auf dem Niveau eines Nicht-Trinkers sei. Für die Leber gibt es eine Metaanalyse, die ebenfalls auf eine mögliche Reversibilität hindeutet, nach der das Risiko eines hepatozellulären Karzinoms nach dem Alkohol-Stopp um 6 bis 7% pro Jahr abnimmt und nach etwa 23 Jahren wieder auf dem Niveau des Nichttrinkers ist.

Schon leichter oder moderater Alkoholkonsum reicht aus, um das Risiko zu erhöhen. Eine englische Studie, basierend auf der Kohorte der United Kingdom’s Million Women mit 7 Jahren Follow-up zeigt, dass Frauen, die zwischen 70 und 140 g Alkohol pro Woche trinken (entspricht etwa 7 bis 14 Getränken) ein um etwa 5% erhöhtes Krebsrisiko haben (im Vergleich zu denjenigen, die weniger als 20 g wöchentlich konsumieren) und ein um 13% höheres Risiko für Brustkrebs.

Und schlussendlich geht es nicht nur um diese 7 Krebsarten – auch bei anderen Lokalisationen häufen sich die Hinweise darauf, dass Alkohol ursächlich zur Krebsentstehung beiträgt – etwa beim Pankreas, der Prostata und dem Melanom.

Zusammenhang wird oft heruntergespielt

Jedoch Connor beschränkt sich nicht darauf, den Zusammenhang zwischen Alkohol und Krebs – der auch nicht vollkommen neu ist – aufzuzeigen. Sie kritisiert in ihrem Statement vor allem, „dass diese Assoziation häufig heruntergespielt, als „Link“ verharmlost werde, in den Medien oft von Krebs, „im Zusammenhang mit Alkohol“ die Rede sei oder von „Effekten des Alkohols auf das Krebsrisiko“. All dies schwäche den ursächlichen Zusammenhang ab und werde als „eher ungesichert“ interpretiert. Unter Gesundheitsexperten, Journalisten und in der Öffentlichkeit gebe es vor allem 2 Aspekte, die eine Quelle der Verwirrung darstellten: die Kausalität und die Qualität der Evidenz, erläutert sie.

Zum Beispiel kann die Tatsache, dass man die exakten biologischen Mechanismen nicht kennt, über die Alkohol Krebs verursacht, auch so interpretiert werden, dass dies dem Umstand widerspricht, dass es tatsächlich einen Zusammengang gibt“, sagt sie. „Auch die Tatsache, dass Tumore dieser Lokalisationen auch andere Ursachen haben können, sehen viele als Schwächung der Assoziation mit Alkohol.“

Die Lösung, die … darin bestünde, den Alkoholkonsum einzuschränken, betrachten viele als inakzeptabel (Prof. Dr. Jennie Connor).

Analog werde der Zusammenhang z.B. als weniger eng betrachtet als etwa beim Rauchen und Lungenkrebs. „Die Rolle des Alkohols wird oft viel komplexer gesehen als die des Tabakrauchs.“ Und: „Die Lösung, die – ebenfalls analog zum Rauchen – darin bestünde, den Alkoholkonsum einzuschränken, betrachten viele als inakzeptabel.“

Unter den weiteren Faktoren, die zur Verwirrung beitragen, sei auch der Umstand, dass einige Tumorlokalisationen nur wenig oder gar nicht beeinflusst werden. Das gilt etwa für das Adenokarzinom des Magens, Endometriumkrebs oder das Harnblasenkarzinom. Es stelle sich natürlich die Frage, warum Alkohol Krebserkrankungen in bestimmten Lokalisationen fördere, in anderen jedoch nicht. Auch diese Heterogenität schwäche die Aussage: „Alkohol verursacht Krebs.“

Und nicht zu vergessen: Alkohol als Ursache von Krebs konkurriert mit Berichten, dass Alkohol eine protektive Wirkung bei kardiovaskulären Erkrankungen habe – eine Aussage, die Connor aber eher bezweifelt und auf Störfaktoren der epidemiologischen Studien zurückführt – die Daten dazu seien nicht eindeutig, betont sie.

Die Wissenschaftlerin räumt auch ein, dass die epidemiologischen Beobachtungsstudien, auf denen die Daten zum Zusammenhang von Alkohol und Krebs fußen, natürlich nicht geeignet sind, um tatsächlich eine kausale Assoziation zu beweisen. Es sei schwierig, eine direkte Beziehung zu belegen. Aber sie beklagt eine allgemeine Stimmungslage, „die Forschungsarbeit und die Wissenschaftler auf diesem Sektor zu diskreditieren und die Daten in der Öffentlichkeit zu vernebeln“.

Und sie weist mit dem Finger auf die Alkoholindustrie. Diese setze sich nicht damit auseinander, dass keine Argumente oder Beweise existierten, dass es einen im Hinblick auf das Krebsrisiko unschädlichen Level das Alkoholkonsum gebe.

Verantwortung zu informieren

Die französische Association nationale de prévention en alcoologie et addictologie (ANPAA) hat in einer Veröffentlichung auf Connors Analyse reagiert und wendet sich darin ebenfalls gegen Falschaussagen, wie sie sich z.B. auf der Seite der Alkohol-Lobby Vin & Société finden: „Es gibt einen Konsens über einen Benefit von moderatem Weinkonsum auf das Auftreten von Kolorektal- und Ösophaguskrebs“, heißt es dort. „Solche völlig falsche wissenschaftlich nicht haltbare Behauptungen zielen darauf ab, die Gefahren von Alkohol herunterzuspielen und die wirtschaftlichen Interessen der Industrie auf Kosten der wissenschaftlichen Wahrheit und der Gesundheit der Bevölkerung zu schützen“, unterstreicht die ANPAA.

In einer weiteren Veröffentlichung verweist Colin Shevills von der Alkohol Health Alliance in Großbritannien auf einen interessanten Aspekt in der Publikation der neuseeländischen Ärztin, wonach nur „einem von zehn Befragten der Zusammenhang zwischen Alkohol und Krebs bewusst ist“. Die Menschen hätten das Recht, über die Auswirkungen von Alkohol auf ihre Gesundheit Bescheid zu wissen, und dazu gehöre auch die Assoziation mit Krebs, betont die britische Gesundheitsorganisation. „Nur so können die Menschen auch informierte Entscheidungen treffen, über die Menge an Alkohol, die sie konsumieren“ – und die Regierung habe eine Verantwortung, darüber zu informieren.

Dieser Artikel wurde von Sonja Böhm von http://francais.medscape.com/voirarticle/3602573 übersetzt und adaptiert.

13.000 Krebserkrankungen in Deutschland durch Alkohol?

In einer aktuellen Pressemitteilung nimmt auch die Deutsche Krebsgesellschaft zu der Diskussion um Krebs und Alkohol Stellung. Sie verweist auf eine in „Cancer Causes and Control“ erschienene Publikation, nach der etwa 3% aller Krebsfälle in Deutschland auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen sind. Dies entsprach im Jahr 2010 etwa 13.000 Krebserkrankungen. Der engste Zusammenhang bestehe mit dem Ösophaguskarzinom.

Auch die Deutsche Krebsgesellschaft weist darauf hin, dass schon moderate Mengen Alkohol ausreichen, um das Krebsrisiko zu erhöhen – und dass eine eindeutige Dosis-Wirkungsbeziehung besteht.

Ethanol selbst sei vermutlich nicht krebserregend, heißt es in der Mitteilung. Doch werde der Alkohol im Körper zu Azetaldehyd oxidiert, das wiederum wahrscheinlich krebsauslösend wirke. Auch werde angenommen, dass Alkohol die Kanzerogenität anderer Substanzen fördern könne – für Lokalisationen der Mundhöhle, des Rachens und der Speiseröhre seien solche ko-kanzerogenen Effekte von Alkohol nachgewiesen.

REFERENZEN:

  1. Connor J: Addiction (online) 21. Juli 2016

Der gesunde Lebensstil mit Reduktion/Meiden von Alkohol und Nikotin, ausgewogener gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung kann das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebserkrankungen senken.
Magenspiegelung (Gastroskopie) und besonders die Darmspiegelung (Koloskopie) können gutartige Polypen und Frühformen von Krebserkrankungen (Ösophaguskarzinom, Magenkrebs und Darmkrebs) entdecken und damit heilbar machen.
In unserer Ordination bieten wir die sanfte Gastroskopie und sanfte Koloskopie mit Sedierung (Dämmerschlaf) an; der Patient ´verschläft´ dabei seine Untersuchung
Dr. Martin Scharf.

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